Road4Trip
Routen mit mehreren Stopps planen, mit einem Tipp in Apple oder Google Maps abfahren – und festhalten, wo man schon war.
Warum es die App gibt
Wer eine Tour über mehrere Pässe fährt, kennt das Problem: Karten-Apps sind fürs Navigieren gemacht, nicht fürs Planen. Man tippt die Ziele einzeln ein, verliert die Übersicht – und am Ende des Jahres weiss man gar nicht mehr, welche Strecken man eigentlich gefahren ist.
Genau diese Lücke füllt Road4Trip. Die App plant die Route, übergibt sie ans Navi und erinnert daran, wo man schon war. Das eigentliche Navigieren überlässt sie Apple und Google Maps – die können das einfach besser.
So sieht sie aus
Vier Ansichten aus der App – Routen, Details, Planung und die History mit Statistik.




Was die App kann
Routen mit mehreren Stopps
Orte über die Suche hinzufügen, die Reihenfolge per Ziehen ändern. Die Route erscheint auf der Karte mit dem echten Streckenverlauf und der tatsächlichen Fahrdistanz.
Direkt losfahren
Ein Tipp übergibt die komplette Route samt Zwischenzielen an Apple Maps oder Google Maps. Navigiert wird dort, wo es am besten funktioniert.
Fahrten planen
Datum und Uhrzeit setzen und alle anstehenden Touren nach Datum sortiert im Blick behalten.
History mit Statistik
Gefahrene Touren abhaken, dazu Gesamtkilometer, Anzahl Fahrten und längste Tour. Jede Route lässt sich bewerten und mit Notizen versehen.
Alles bleibt auf dem Gerät
Kein Benutzerkonto, keine Anmeldung, keine Übertragung an einen Server. Keine Werbung, keine Tracker.
Echte Fahrdistanz
Die Kilometer kommen von Apples Routendienst, nicht aus der Luftlinie. Ohne Netz wird geschätzt – dann sichtbar mit «ca.» gekennzeichnet.
Was dabei interessant war
Drei Sachen, die ich beim Bauen gelernt habe.
Luftlinie ist keine Distanz
Die erste Fassung rechnete den Abstand zwischen den Stopps einfach geometrisch – naheliegend und falsch. Bei der Sustenpass-Runde zeigte sie 55 Kilometer, tatsächlich sind es 113. Über alle Testrouten hinweg lag die Schätzung fast 60 Prozent zu tief, weil sich Bergstrassen nun einmal in Kurven den Hang hochziehen. Jetzt rechnet die App über Apples Routendienst die echte Fahrstrecke.
Ein Detail, das ehrlich bleiben muss
Ob Apple Maps beim Übergeben einer Route wirklich alle Zwischenstopps übernimmt, ist von Apple nicht dokumentiert und liess sich im Simulator nicht abschliessend prüfen. Statt es einfach zu behaupten, steht es als offener Punkt im Projekt und wird auf echter Hardware getestet.
Das Icon ist Code
Statt einer Bilddatei erzeugt ein kleines Swift-Programm mit CoreGraphics die kurvige Strasse vor dem Abendhimmel – die Strassenbreite verjüngt sich perspektivisch entlang einer Bézier-Kurve. Farben und Form ändert man an einer Stelle und rendert neu.
Technisch
Bewusst ohne Server gebaut. Für Version 1.0 gibt es keinen Grund, die Daten das Gerät verlassen zu lassen – das hält die App schnell, macht die Datenschutzerklärung ehrlich kurz und verursacht keine laufenden Kosten.
- Oberfläche
- SwiftUI, durchgehend deklarativ
- Speicherung
- SwiftData, rein lokal auf dem Gerät
- Karten und Suche
- MapKit (
MKLocalSearch,MKDirections) - Navigation
- Übergabe per URL-Schema an Apple Maps und Google Maps
- Projektdatei
- aus YAML erzeugt (XcodeGen), damit sie versionierbar bleibt
- Plattform
- iOS 17 und neuer
Wie es weitergeht
Version 1.0 ist seit dem 21. Juli 2026 im App Store. Für die nächste Version ist geplant:
Routen teilen
Touren mit Freunden teilen, gemeinsam planen und Gruppenfahrten organisieren – umgesetzt über Apple CloudKit, also weiterhin ohne eigene Infrastruktur.
GPX-Austausch
Routen mit anderen Tourenplanern austauschen können.
Wetter entlang der Strecke
Sehen, was einen unterwegs erwartet – nicht nur am Ziel.
Fototagebuch
Zu jeder Fahrt Bilder hinterlegen, damit die History mehr wird als eine Zahl.